Bildgebende Diagnostik PET/CT deckt frühe Emphysementwicklung auf
Eine verstärkte Anreicherung des Glukoseanalogons in der semiquantitativen PET/CT-Untersuchung stand über die Zeit sowohl bei aktiven als auch bei ehemaligen Rauchenden mit dem Fortschreiten eines Emphysems in Verbindung.
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Die pulmonale 18F-Fluorodeoxyglukoseaufnahme kann bei aktiven und Ex-Rauchenden auf die Entwicklung eines Emphysems hinweisen. Dies zeigen Ergebnisse einer japanischen Studie mit 2.112 Personen im Durchschnittsalter von 59 Jahren. Die Daten entstammen wiederholten Thorax-CT sowie PET/CT mit 18F-Fluorodeoxyglukose, die im Rahmen einer freiwilligen onkologischen Früherkennungsuntersuchung 2017–2020 erhoben wurden. Knapp 20 % der Teilnehmenden rauchten. Etwa 40 % gaben an, früher geraucht zu haben. Das Follow-up betrug im Median rund vier Jahre.
Aktive wie ehemalige Rauchende profitieren
Eine verstärkte Anreicherung des Glukoseanalogons in der semiquantitativen PET/CT-Untersuchung stand über die Zeit sowohl bei aktiven als auch bei ehemaligen Rauchenden mit dem Fortschreiten eines Emphysems in Verbindung. Die Assoziation zeigte sich bereits bei einem mild ausgeprägten Emphysem und war unabhängig von BMI sowie Leukozytenzahl.
Ein routinemäßiges Screening bei aktiven und ehemaligen Rauchenden ist aufgrund der Kosten und der Strahlenbelastung nicht zu rechtfertigen, so das Fazit des Autorenteams. Erfolge die Untersuchung jedoch aus einem anderen Grund, eigneten sich die Ergebnisse gut dazu, frühzeitig Hinweise auf eine potenzielle Emphysemaktivität zu erhalten. smt
Fukuda K et al. ERJ Open Res 2025; doi: 10.1183/23120541.00755-2025